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Allgemein Faktencheck

Faktencheck AnonymousNews: Bald im Knast? Hagen Grell …

Die Empörungs-News-Website AnonymousNews.ru, welche vermeintlich von dem wegen Waffenhandels verurteilten Mario Rönsch betrieben wird, veröffentlichte 2019 mehrere anklagende Artikel gegen Hagen Grell. Beweislos aber mit umso schärferem Eifer wurden Hagen Grell hier von AnonymousNews kriminelle Motive und Straftaten unterstellt, welche im Rahmen der damaligen Rufmordkampagne Klicks und Spenden für AnonymousNews generieren sollten.

Der vorliegende Artikel „Bald im Knast? Spendenbetrüger Hagen Grell überführt„, welcher später in „70.000 Euro Schaden: Investigative Recherche überführt Spendenbetrüger Hagen Grell“ umbenannt wurde, ist eine bizarre Aneinanderreihung von Vorwürfen und Gerüchten.

Im vorliegenden Faktencheck wird der Artikel genauer unter die Lupe genommen

  1. faktencheck bewertung AnonymousNews spricht von Spendenbetrug von zweckgebundenen Spenden. Dies ist falsch. Tatsächlich waren die 68.000 Euro Schenkungen, welche 2018 von 850 Spendern für das Projekt frei3 gespendet und auch als solche versteuert wurden. Die Versprechen, die Herr Grell damals gab, wurden nicht nur eingehalten, sondern mehr als übertroffen, wie jeder technisch kundige, aber auch jeder Laie auf www.frei3.de selbst überprüfen kann. Über die Features wurde hier berichtet. Frei3 erfreut sich zur Zeit immer größerer Beliebheit dank neuer Medienmacher, die die Plattform ausgiebig nutzen: Videos auf frei3 hochladen, Videoquellen einbinden, Bilder hochladen, filtern und professionell bearbeiten, Sociall Media Features und Vieles mehr.
  2. faktencheck bewertung AnonymousNews behauptet „Unzählige Spender fühlten sich daraufhin um ihr Geld betrogen“. Dies ist falsch. Fakt ist: ein einziger Spender forderte seine 20 Euro Spende zurück, die ihm umgehend erstattet wurde. Kein sonstiger Spender schrieb eine Mail, forderte Geld zurück oder erstattete Anzeige.
  3. faktencheck bewertung AnonymousNews behauptet „In gleich mehreren Videos verhöhnte Grell sogar die Spender und drohte Kritikern unverholen“. Dies ist falsch. Spender wurden, wie es sich bei crowdfinanzierten Medien und überhaupt gehört, immer mit höchstem Respekt und Dankbarkeit behandelt. Die Rufmordabsicht und insbesondere der damalige Versuch von AnonymousNews, Spendengeldflüsse von Herrn Grell auf ihre eigenen Konten umzuleiten, wird in diesen Absätzen besonders deutlich. Sogenannte Kritiker wiederum waren die damalig am Rufmord beteiligten Gerüchteverbreiter, denen Herr Grell tatsächlich mit Strafverfolgung drohte, dies aber nie in die Tat umsetzte.
  4. faktencheck bewertung AnonymousNews behauptet „ein investigatives Video des Aktivisten Torsten Donnerstein […] überführt Hagen Grell […] des vostätzlichen Betruges“. Dies ist falsch. Die fünfeinhalbstündige Aneinanderreihung von kontext-verzerrten alten Clips Hagen Grell entlarvt den „Aktivisten Donnerstein“ als einen ehemaligen, anscheinend enttäuschten Super-Fan Hagen Grells, der seine Frustration gegenüber seine früheren Idols in einem fünfstündigen Monolog versucht, selbst zu therapieren. Hochbrisant auch: Donnerstein veröffentlichte zur gleichen Zeit ein Konkurrenzprodukt zu www.frei3.de , den Donnersender, welcher seit Anfang 2021 gescheitert ist. Donnerstein verschleierte diesen Interessenkonflikt allerdings und gab erst später zu, seine eigene Plattform bereits lange Zeit zu entwickeln. Außerdem brisant: Die Website „Schamlos 3“, mit welcher Donnerstein Hagen Grell und frei3 verhöhnen wollte, basierte auf von frei3 schlichtweg kopiertem Open Source Code, welcher original vom frei3 Team entwickelt wurde, und stellte nicht nur keinen echten Nachbau der Plattform dar, sondern war lediglich eine leicht veränderte 1:1 Kopie des originalen frei3-Codes mit minimalen optischen Veränderungen.

Zusammenfassend: AnonymousNews ist bekannt dafür, mit Schock-Artikeln viele Klicks zu generieren und über Werbeanzeigen oder über direkte Spenden ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Deutlich wird, dass AnonymousNews nicht davor zurück schreckt, Existenzen, sogar von Kollegen, zu ruinieren, wenn es dem eigenen Geldbeutel nützt. Torsten Donnerstein wiederum befand sich nicht nur in einem extremen Interessenkonflikt, denn als Konkurrent von frei3 war er an der Untergrabung seiner Konkurrenz mehr als nur interessiert, er hatte auch zusätzlich ein privates Problem mit Hagen Grell, welches er in einem fünfstündigen Wut-Monolog abarbeiten musste.

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