Allgemein Faktencheck

Faktencheck Friedensdemo-watch: Hat Hagen Grell seine Fans …

Die anonym betriebene Seite Friedensdemo-watch ist eine unregelmäßig veröffentlichendes Diffamierungs-Blog mit Fokus auf Anti-Semitismus-Anschuldigungen und Nazi-Beschimpfungen, ähnlich wie das Diffamierungs-Wiki Psiram. Friedensdemo-watch veröffentlicht seit 2014 und verleumdete damals die „Mahnwachen für den Frieden“ im Zuge der Ukraine-Krise als Rassisten, Anti-Semiten und Verschwörungsideologen. Bis auf die stark auf Anti-Semitismus, Israel und jüdische Belange fokusierte Ausrichtung ist wenig über die Website oder deren Autor oder Autoren bekannt. Der Veröffentlichungsrhythmus ist unregelmäßig und spricht eher für einen hobby-mäßigen Einzel-Betreiber.

Der vorliegende Artikel „Hat Hagen Grell seine Fans um fast 70.000 € geprellt?“ ist eine Angriffsschrift mit vielen inhaltlichen Fehlern, erfundenen Gerüchten und abwertender Meinungsäußerung. Im Folgenden der Faktencheck:

  1. faktencheck bewertung Friedensdemo-watch behauptet „Hagen Grell, Montagsmahnwichtel, Männerrechtler und Unterwäschemodel mit Hang zu lächerlichen Auftritten und stümperhaft ausgewählten Interviewpartnern, steht gerade unter Beschuss“. Diese Beschimpfungen können neutral so übersetzt werden: Hagen Grell setzte sich 2014 auf den Montagsmahnwachen aktivistisch für Frieden in der Ukraine ein. Er macht sich für gesunde Partnerschaften und Familienförderung stark. Seine Interviewpartner, darunter Doktoren, Professoren, Beamte und viele mehr, entsprechen nicht immer der Auswahl öffentlich-rechtlicher Programmgestaltung. Und sein Video „An die deutschen Frauen“ erntete neben (sicherlich verdienten) Spott für die Präsentation im Unterhemd, auch viel Lob für das Ansprechen einer lange verschwiegenen gesellschaftlichen Schieflage.
  2. faktencheck bewertung Friedensdemo-watch behauptet „Das vollmundig angekündigte Projekt wirkt wie eine hektisch und laienhaft zusammengebastelte »Wordpress für Anfänger«-Arbeit aus der Volkshochschule“. Dies ist falsch. www.frei3.de ist eine gut besuchte Video- und Medienwebsite für unabhängige Medienproduzenten und Endnutzer. Die Seite ist eine Eigenentwicklung auf dem aktuellsten technischen Stand und das Ergebnis jahrelanger professioneller Arbeit. Was die Bewertung der Website seitens Friedensdemo-watch betrifft, so könnte hier der wissenschaftlich erforschte Dunning-Kruger-Effekt eine Rolle spielen. Dieser beschreibt das Phänomen, dass der Glaube, man sei ein „Experte“ genau dann am höchsten ist, wenn das eigene Wissen minimal ist. Das heißt, viele Menschen, sobald sie EIN WENIG Wissen zu einem bestimmten Thema erlangen, haben eine größere Selbstsicherheit als tatsächliche Experten mit über 10 Jahren Berufserfahrung. Eventuell ist der Autor von Friedensdemo-watch Opfer dieses Effekts und kommt daher selbstüberzeugt zu der Einschätzung, frei3 sei eine Anfänger-Wordpress-Seite, während die Seite auf dem neuesten technischen Stand mit Innovationen glänzt.
  3. faktencheck bewertung Friedensdemo-watch zitiert den als „Nazi-Troll“ (Satire-Figur) bekannt gewordenen Dennis Ingo Schulz „Er warf Grell in einem Video vor, seine Schulden mit Spendengeldern zu bezahlen. Er wisse außerdem, dass Grell eine fünfstellige Summe übrig geblieben sei“. Dies ist falsch. Laut eigenen Belegen hat Hagen Grell seine vorherigen finanziellen Reserven in frei3.de investiert, was durch die Spendenaktion etwas gemildert wurde. Insgesamt hat das Projekt bis zum aktuellen Zeitpunkt 250.000 Euro gekostet.
  4. faktencheck bewertung Friedensdemo-watch behauptet „Grell musste zugeben, seine Spender bezüglich der großen Stars angelogen zu haben“. Dies ist falsch. Tatsächlich lagen die Zusagen für die „Stars“ (aus der Truther-Szene) sogar schriftlich vor. Aufgrund der massiven Rufmordkampagne an der auch Friedensdemo-watch beteiligt war, sprangen die 4 primären Medienmacher allerdings zur Vermeidung von Skandalen vom Projekt ab.
  5. faktencheck bewertung Friedensdemo-watch behauptet „Die Kommentare sprechen Bände über die Wut und die Enttäuschung seiner Follower, nicht zuletzt Hagen Grells Weigerung die Verwendung der Spendengelder für dieses Projekt offenzulegen, stießen auf Unverständnis und Missmut“. Dies ist falsch. Zunächst war die Empörungswelle über den vermeintlichen (erfundenen) Betrug Grells keine organische Bewegung seiner Fans, sondern eine koordierte Aktion des Betreibers eines Konkurrenzprodukts zu frei3, welches mittlerweile gescheitert ist. Überdies wurden von 68.000 Euro gerade mal eine Einzelspende von 20 Euro zurück gefordert, die auch umgehend erstattet wurde. Es gab keine Anzeigen und keine Wut-Mails. Im Gegenteil gab es viel Unterstützung für Hagen Grell, die allerdings im Kreuzfeuer des „Cancel-Mobs“ für einige Monate erstickt wurde.

Zusammenfassung: Der Artikel von Friedensdemo-watch über ist gefüllt von inhaltlichen und formalen Fehlern, fiktiven Gerüchten und persönlichen Beleidigungen gegen Herrn Grell. Wie sich an Aussagen wie „Montagsmahnwichtel […] mit Hang zu lächerlichen Auftritten und stümperhaft ausgewählten Interviewpartnern“ ablesen lässt, handelt es sich hier um eine persönliche Vendetta gegen Hagen Grell, eventuell wegen seines Engagements bei den Montagsdemos für Frieden 2014.