Hagen Grell Umweltschutz Naturschutz
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Umweltschutz – was wäre das wirklich?

Umweltschutz – wir hören täglich davon: Schützt die Bäume, schützt die Tiere, schützt das Klima, Fridays for Future, Extinction Rebellion, es gibt keinen Planeten B. Doch ist das wirklich Umweltschutz? Schadet sogenannter „grüner Umweltschutz“ nicht allzu oft? Wann hilft er? Und wenn ja wem, dem Planeten, den Tieren oder vielleicht einer ganz anderen Gruppe?

Stellen Sie sich vor, Sie besitzen einen Hund, den sie sehr gern haben. Alles läuft wunderbar, Sie und Ihr tierischer Freund sind ein eingespieltes Team. Doch letzte Woche ist ein neuer Nachbar eingezogen und der kann seine Nase so gar nicht aus Ihren Angelegenheiten heraushalten. Er hat den Hausbesitzer und das Ordnungsamt informiert, dass Ihre Hundehaltung „ja so mal gar nicht geht“. Wohlgemerkt, dieser Nachbar hatte nie einen Hund, wird nie einen Hund haben und hat all sein „Hundewissen“ von der PETA-Website. Aber er macht Ihr Leben zur Hölle.

Wie wollen ihren Hund entlausen und Zecken entfernen. – „Das geht ja gar nicht, Sie greifen damit in die natürliche Ordnung ein und stören das Gleichgewicht der Natur!“ – Sie wollen das Fell Ihres Hundes bürsten. – „Ein Eingriff in die Vielfalt der Natur!“ – Notwendige Entwurmungen. – „Die Natur braucht Freiheit, um sich zu entfalten!“ – Ohren säubern, Augen säubern, Schlamm abwaschen. – „Sind Sie ein Nazi, der seine überholte Vorstellung von Ordnung und Sauberkeit der Natur aufzwingen möchte?“ – Halsbänder und Hundeleinen, insbesondere für Kampfhunde. „Wie können Sie die Entfaltungsfreiheit der Natur nur so unterdrücken wollen, Sie Unmensch?“

Umweltschutz – was er nicht ist

Sie mögen Recht haben, dass im Moment nur eine mikroskopisch kleine, radikale „grüne“ Minderheit derartige Positionen bezüglich Hunden vertreten könnte. Doch ersetzen Sie mal „Hund“ durch „die Natur“ und „das Klima“ und schon sieht die Gemengelage ganz anders aus. Sind die Vergleiche dann so weit hergeholt? – Wollen die GRÜNEN (synonymisch PETA, Fridays for Future, Extinction Rebellion etc) uns nicht schier alles verbieten, um die „Natur zu retten“: Weniger reisen, weniger oder am besten kein Autofahren, kein Plastik, kein Stromverbrauch, minimaler Konsum, maximal Selbsteinschränkung und natürlich keine Kinder. Drakonische Regeln und brutale, existenzvernichtende Geldstrafen. DAS ist, wofür „grüner“ Umweltschutz steht.

Das ist auch einer der Gründe, warum ich diesen Sommer an der Kampagne „Grüner Mist“ teilgenommen habe. Grüner Umweltschutz ist eben kein Umweltschutz, grüner Umweltschutz ist der „Schutz“ der Natur VOR dem Menschen oder genauer: Der Ausschluss des Menschen aus der Natur. Vermoderte Tümpel, verwilderte Wälder, streifende Wolfsrudel und Zecken-Biotope – DAS ist die „grüne“ Idealvorstellung von „Natur“, denn das Kultivieren der Natur, gepflegte Wälder, schöne Parks, Badeseen, Wildparks, das sei alles die Unterdrückung der Natur durch den Menschen. Und das müsse unterbunden werden. Und genau darum ist grüne Gesetzgebung nicht auf den Schutz der Umwelt konzentriert, sondern vielmehr auf die Einkerkerung des Menschen.

Entsprechend finden wir auch immer radikalere Forderungen nach noch mehr Gesetzen, noch mehr Klima- und Umweltbehörden, noch höheren Geldstrafen und noch fürchterlicheren Lynchmobs für „Umweltsünder“ und „Klimaleugner“.

Gibt es einen objektiven Umweltschutz?

Ich möchte mit einer Position beginnen, die Sie vielleicht nicht häufig hören oder noch nie gehört haben: Es gibt keinen OBJEKTIVEN Naturschutz. Naturschutz kann niemals objektiv sein, denn er ist immer relativ zu demjenigen, der ihn betreibt, und zu dessen Bedürfnissen.

Ein extremes Beispiel aus der Natur, ein Nullsummenspiel: Löwen und Gazellen. Löwen brauchen Fleisch, Gazellen wollen leben und nicht gefressen werden. Wäre die Welt nun von intelligenten Löwen bevölkert, Sie könnten sich vorstellen, wer ständig auf dem Speiseplan stünde: Gazellen. Natürlich würden die Gazellen so gehalten werden, dass sie möglichst lecker schmecken. Und es gäbe insgesamt sehr viel mehr Gazellen auf der Welt als heute. Und die Löwen würden alles tun, damit die Gazellen niemals aussterben.

Umgekehrt eine Welt mit intelligenten Gazellen. Die Löwen wurden als gefährlicher Fressfeind identifiziert und vermutlich fast ausgerottet werden, um die Gazellen-Gesellschaft zu schützen. Einige wenige Exemplare würden als Studienobjekte vielleicht überleben, aber Löwen wären nach kurzer Zeit ausgestorben oder vom Aussterben bedroht, damit die Gazellen und andere Fressopfer der Löwen geschützt sind und in Frieden leben können.

Wie wir sehen, sieht der „Naturschutz“ dieser beiden Gesellschaften komplett anders aus, denn Naturschutz ist nicht objektiv, sondern relativ zu denjenigen, die eben schützen.

Warum erzähle ich Ihnen das? – Ich möchte Ihnen bewusst machen, dass es auch unter den Menschen ganz unterschiedliche Motive und Ziele für den „Umweltschutz“ und „Naturschutz“ gibt. Manche Menschen wollen die Natur nutzen für Landwirtschaft, für Kunst, für Erholung. Andere Menschen wollen die Natur als Geisel nutzen, um politische Ziele durchzusetzen.

Mein Verständnis von richtigem Naturschutz

Entsprechend subjektiv kann die Frage nach richtigem Naturschutz beantwortet werden. Wie ich oben dargelegt habe, verstehe ich „grünen Naturschutz“ als reines politisches Werkzeug, um eine Agenda durchzusetzen, namentlich einen kommunistisch-revolutionären Globalismus im Sinne des World Economic Forum: „You will own nothing and you will be happy“ – „Du wirst nichts besitzen und glücklich sein“ – offizielle Zielstellung des World Economic Forum, mit dem die Bundesregierung eng zusammenarbeitet.

Meine Position für Umweltschutz sieht anders aus: Wir dürfen und sollten die Natur gestalten, um mit ihr harmonisch zu leben. Ja, Wasservögel dürfen Schutzgebiete haben, aber der Rest des Sees darf als erholsame, touristische Badelandschaft kultiviert werden. Ja, wir sollten nach erneuerbaren Energienquellen forschen, aber dann bitte doch nach solchen, die effektiv und verlässlich sind und unseren Energiebedarf auch wirklich decken können. Ja, wir können Tierarten retten, die vom Aussterben bedroht sind, aber doch dann bitte solche, die dem Menschen nützen oder ihm zumindest nicht schaden und solche, die pflegeleicht sind und keine Pflege durch den Menschen und keine riesigen exklusiv abgegrenzten Reviere brauchen.

Ein wichtiger Punkt in dieser Gleichung ist regionale Selbstverantwortung. Es ist nicht nur unverantwortlich, sondern auch nicht machbar, dass eine Elite, die hunderte oder sogar tausende Kilometer entfernt sitzt, Anordnungen für lokalen Umweltschutz gibt. Grobe Richtlinien ja, Beratungsprogramme ja. Aber die Städte und Gemeinden müssen selbst entscheiden dürfen, wie sie ihre Umwelt und ihre Natur schützen und kultivieren wollen.

Was die CO2-Thematik betrifft, dies braucht einen weiteren Artikel, der in Zukunft folgen wird. Nur so viel: Die Wissenschaft ist sich uneinig, ganz im Gegensatz dazu, was Umweltschwindler Al Gore und die Mainstream-Presse verkünden. Nehmen Sie sich die Zeit zur eigenen Recherche im Internet und ich wette mit Ihnen, das Sie spätestens nach 10 Stunden Recherche in starke Zweifel am Horrar-Gas CO2 und an der „Menschengemachtheit“ des Klimawandels kommen werden.

Zusammenfassung

  • Es gibt keinen OBJEKTIVEN Naturschutz. Er ist immer relativ zu demjenigen, der ihn betreibt, und zu dessen Bedürfnissen.
  • Der subjektive Naturschutz der meisten Deutschen bedeutet: Kultivierung der Natur, um ihre Schönheit hervorzuheben und zu erhalten. Auch damit wir uns ernähren und in der Natur erholen können
  • Der subjektive Naturschutz der meisten „grünen“ Bewegungen bedeutet: Den Menschen aus der Natur ausschließen und die Natur sich selbst überlassen. Der Menschen soll sich immer mehr einschränken, weniger Platz, weniger Konsum, weniger Energieverbrauch, weniger Kinder (neues kommunistisch-revolutionäres Ideal)
  • Besser wäre: Gemeinden sollten selbst die volle Kontrolle über ihren Naturschutz haben. Radikal „grüne“ (grün-kommunistische) Gemeinden sollten ihre Art Naturschutz durchsetzen können, während bürgerliche Gemeinden die Natur auf ihre Art verschönern und kultivieren.

Autor: Hagen Grell